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Deutschlands höchster Punkt. Besuch auf der Zugspitze.


Deutschland ist schön, Oberbayern am schönsten! Sagen die Oberbayern. Zugegeben in der Alpenregion ist es unglaublich schön. Klare Seen und Flüsse. Nette Menschen und vielerorts eine Aussicht zum verlieben. Wir wollen nun einmal Deutschlands höchsten Punkt einen Besuch abstatten.

Nachdem wir nun in Bad Tölz gewesen sind, soll die 3. Etappe uns zu Deutschlands höchsten Punkt führen. Der Zugspitze. Vom Revier Berghammers sind es etwa 90 Kilometer zum Dach der BRD. Über die Bundesstraßen B472,11 und 2 haben wir unser Ziel schnell erreicht. 
Nachdem das Wetter in Bad Tölz bescheiden war, herrscht am Oberbayrischen Himmel am nächsten Morgen eitel Sonnenschein. Noch etwas neblig hier und da, ansonsten scheint die Sonne schon wunderschön. Mit 21 Grad ist es auch sehr angenehm. Ideales Wetter um auf den Berg zu klettern. Na genauer gesagt zu fahren. Nachdem wir die Nacht auf einem Rastplatz an der B187 verbracht haben, geht es nach einem tollen Frühstück und ein paar Bildern der Umgebung ( Bild 2 ) los.
Wir machen uns auf den Weg Richtung Eibsee. Unweit von dessen Ufer ist die Talstation der Zugspitz-Seilbahn. 



Die Zufahrt zur Zugspitze über Grainau, also von der B23 ist nicht besonders gut ausgeschildert. Für ein langes Gespann (wir waren mit einer Gesamtlänge von 12 Meter unterwegs) sind die Straßen relativ schmal aber übersichtlich. 
Nach dem wir fast am Eibsee angekommen waren, mussten wir umkehren, die Straße war ohne ersichtlichen Grond gesperrt. Es dauerte auch nur wenige Minuten bis das perfekte Verkehrschaos ausbrach. Und mit ihm das Chaos rund um die Zugspitze und die umliegenden Orte. Wir mussten also auf der schmalen Straße wenden und wieder zurück nach Grainau. Von da wieder nach Garmisch Partenkirchen und so weiter und so weiter. Die gesamte Strecke Auto an Auto. Echt nervig! 
Aber weiter im Text. Wir sahen für uns als einzige Möglichkeit unsere gebuchten und schon bezahlten Tickets zur Zugspitze nicht zu verlieren, die Strecke nach Eibsee mit der Zugspitzbahn zurück zu legen. Also sind wir zum Parkplatz Kreuzeck gefahren. Da gab es die einige Möglichkeit zum Parken. Der Parkplatz war kostenfrei. Doch das war auch das Einzige. Denn zu der Fahrt auf den Berg, welche locker flockig knappe 300 Euronen gekostet hat, kamen jetzt für hin und Rückfahrt nochmal 100 Euro dazu. Dann mussten wir ca. Eine Stunde warten, bis wir mit dem Zug mitfahren konnten. Alles restlos überfüllt. Menschenmassen, unglaublich. 


Nachdem wir endlich am Eibsee angekommen waren, hieß es wieder warten. Ca. eine Stunde um mit der neuen Seilbahn nach oben fahren konnten. Alles sehr schick gemacht, auch die Gondeln wunderschön. Doch leider hatten wir wieder nicht viel davon. Denn auch die Gondeln waren restlos überfüllt. Mensch an Mensch drängte sich in dem Glaskasten. Abstand? Fehlanzeige. Nun gut. Die 10 Minuten Fahrt bis nach oben sollte nicht das Problem sein. Dachte ich. Doch auch auf der Zugspitze Menschen, Menschen, Menschen. Man konnte kaum treten. Dafür war das Wetter echt Klasse. Tolle Fernsicht und ein paar Wolken unter uns. Wunderschön!

Das Gipfelkreuz der Zugspitze. Leider gab es keine Möglichkeit da hin zu kommen.

Der Blick von der Zugspitze zur Talstation und dem Eibsee. Am linken unteren Bildrand sind die Tragseile der neuen Seilbahn zu erkennen.

Doch das war es auch schon mit den tollen Nachrichten. Wie schon erwähnt, Menschen über Menschen. In dem Gebäude war kaum ein Vorankommen möglich. Auf jeder Treppe Stau. Und es sollte noch schlimmer kommen. 
Nachdem ich mal einen Blick in das Restaurant und dessen Speisekarte gemacht habe, war mir der Appetit vergangen. Ich habe sicherlich kein Problem mit einem Höhenzuschlag oder wie auch immer man es nennen möchte. Doch was da zu lesen war ist Wucher! Auf der Homepage Zugspitze.de sind zumindest auf ersten Blick keine Preise zu finden. Auf dem Berg sind dann Preise bis an die 50€ zu finden. Für normale Familien mit mehreren Kindern nach Bahnfahrt und Tarif zur Zugspitze einfach unerschwinglich. Schon so kostet der Besuch auf dem Berg mehr als eine Woche Urlaub im Süden!


Blick von der Zugspitze Richtung Osten.

Zumindest gab es die Möglichkeit für einige Fotos zu schießen für mich. Doch nach einiger Zeit hatten wir ein Problem medizinischer Art. Ein Mitglied meiner Familie bekam durch die dünne Luft gesundheitliche Probleme. Also habe ich mich durch die Menschenmassen nach unten in das Gebäude gekämpft, um Hilfe zu bekommen. Doch das war nicht so einfach. Erst habe ich erfahren das die Wartezeit zur Fahrt ins Tal an diesem Tag mehr als 3 Stunden betrug. Nicht möglich mit gesundheitlichen Problemen. So habe ich mir dann einen weiteren Mitarbeiter geschnappt. Dieser wiederum verwies mich an einen anderen Kollegen. Nachdem ich das Problem nun zum 3. Mal geschildert hatte, wurde ich zu Mitarbeiter 4 geschickt. Eine geschlagene halbe Stunde hat es gedauert um ein Ergebnis zu erzielen. Im Notfall eine echt lange Zeit. Aber letztendlich konnten wir mit unserem Patienten über einen Notausgang die nächst mögliche Gondel nach unten ohne Wartezeit besteigen.
In der Talstation angekommen, dauerte es nur eine weitere halbe Stunde, bis die gesundheitlichen Probleme behoben hatten.
Doch dann war wieder Warten angesagt. 2 1/2 Stunden brauchten wir, um mit der Zugspitzbahn wieder Richtung Garmisch zu kommen!
Eine echte Touristenfalle !!!
 




Letztendlich kann man zusammenfassen, Traumhaft schöne Landschaft, aber ansonsten Abzocke ohne Ende.

Deshalb gibt es von uns nur 3 von 5 Sternen!

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