Um Himmels Willen! Die meistgesehene deutsche Fernsehserie hat erzählt, wie Schwester Hannah und Herrn Wöller fast 20 Jahre lang um das Kloster Kaltenthal gemauschelt haben. Wir haben uns im August diesen Jahres auf die Suche nach dem legendären Kloster gemacht.
Das Kloster Kaltenthal ist ein fiktiver Ort wie die Stadt Kaltenthal selbst, wo die Serie spielt. Bei unseren Recherchen zu den Drehorten sind wir dann fündig geworden. Unsere Reise sollte uns in die Nähe von Landshut, genauer gesagt nach Niederaichbach in Niederbayern führen. Die A93 führt uns bis Landshut, und dann geht es weiter auf der A 92 Richtung Dingolfing. Bei der Anfahrt auf Nideraichbach dann der erste optische Schreck. Unweit von dem Örtchen ist das Atomkraftwerk Isar 1, welches eine Menge Hochspannungsleitungen rund herum mit sich bringt. Es ist schon eine kleine Meisterleistung von den Filmemachern, dass bei den Luftaufnahmen vom " Kloster Kaltenthal " nichts von den Industriebauten zu sehen ist.
In dem Ort angekommen, muss man schon ein wenig suchen nach dem Kloster. Denn erstens ist es kein Kloster, sondern ein Schloss. Und zweitens ist es gut versteckt. Doch ein wenig aufmerksam geschaut, findet man Schloss Niederaichbach am Ortsende versteckt hinter Bäumen und Sträuchern.
Es ist praktisch nicht ausgeschildert, und wir haben uns in einer Nebenstraße eine Parkmöglichkeit gesucht und gefunden. Wir haben ein wenig die Gegend erkundet, und haben mit 2 netten Herren von einem Reifenservice gesprochen, welche das Anliegergrundstück zu dem Schloss bewirtschaften. Die Herren erzählten von den Drehtagen und dem Durcheinander, was auf ihrem Hof an diesen Tagen herrschte. Denn die Filmcrew hatte diesen sozusagen als Lagerplatz genutzt.
Des weiteren erfuhren wir, dass der Eigentümer der Familie Urach nicht die nettesten Zeitgenossen sein würden. Natürlich habe ich den Hof betreten und höflich darum gebeten, mit meiner Familie einen Blick durch den Torbogen zum Schloss werfen zu können. Ich traf den Hausherren ,Karl-Anselm Fürst von Urach, auf dem Hof an, und wurde direkt und relativ unfreundlich des Hofes verwiesen. ( Die hier gezeigten Bilder 1 und 3 hatte ich schon geschossen, bevor ich den Hausherren traf. ) Die Anderen Bilder sin vom Ort aus entstanden.
In dem kurzen Moment des Besuches der Anlage konnte ich nur eins feststellen. Die gesamte Schlossanlage, welche aus dem 13. Jahrhundert und später stammt, ist sehr sanierungsbedürftig. Putz fällt von den Wänden, die Dächer der Nebengebäude sind ein Flickenwerk und viele Wände sind nass. Auch hier haben die Filmleute ganze Arbeit geleistet, um das Objekt so im Fernsehen rüber zu bringen. Auch ist die gesamte Anlage viel kleiner, als man dies von der Serie vermutet.
Insgesamt war der Ausflug zum Schloss Niederaichbach eher eine Reinfall. Das Schloss ist nicht zu besichtigen, nicht in Ordnung und auch der Teil des Ortes, wo sich das Schloss befindet, ist runtergekommen und nicht sehenswert.
Daher von uns nur einer von fünf Sternen.
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